Schulprojekt „Caminho do Saber“

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Helfen Sie uns, mit einer sinnvollen Spende die Bildungsarbeit der Schule in Vila Nova zu unterstützen!

Vila Nova ist ein Armenviertel (Favela) am Rand von Duque de Caxias, einem Viertel in Rio de Janeiro. Hier ist Armut und Gewalt allgegenwärtig und prägen die Drogengeschäfte von kriminellen Banden das Leben in der Favela. Tagtäglich finden Schießereien in den Straßen von Vila Nova statt, und normales friedliches Leben und ein normaler Schulalltag sind unter diesen Lebensumständen nicht mehr möglich.

In der Schule „Caminho do Saber“ sind die Kinder – zumindest während der Unterrichtszeiten und Freizeitaktivitäten  – sicher aufgehoben. Ourchild e.V. unterstützt und kooperiert mit der Grundschule „Caminho do Saber – Wege des Wissens“ in Vila Nova, seit den 90er Jahren. Die Schule ist staatlich anerkannt, ist aber weiterhin eine private Schule, die kein Geld vom Staat erhält. Es werden derzeit 300 Kinder durch zehn Vollzeitkräfte unterrichtet, und die Schule beschäftigt für die beliebten sportlichen Freizeitangebote weitere Honorarkräfte. Das ganzheitliche Schulkonzept der Grundschule ermöglichte bereits mehr als 100 Schüler*Innen, einen Hochschulabschluss zu erhalten. Der Erfolg liegt u.a. darin begründet, dass sie in der von Ourchild e.V. unterstützten Schule sehr viel mehr und schneller als in der Staatsschule lernen.

Die nachhaltigste Art zu helfen ist die Übernahme einer Patenschaft. Mit einer Kind- oder Projektpatenschaft helfen Sie den Kindern, weiterhin eine qualifizierte Schulausbildung zu erhalten und unterstützen das gesamte wichtige Schulprojekt in der Favela!

Wir bitten Sie aktuell um eine CORONA NOTHILFE – Spende! Die Verbreitung des Corona Virus in den Favelas in Rio de Janeiro trifft die Ärmsten unter der Bevölkerung, und ist auch unser Schulprojekt davon betroffen. Wir wollen helfen, den Lehrer*Innen eine Lohnfortzahlung während der Corona-Krise zu ermöglichen, so dass sie ihre Familien versorgen können. Einfach auf den Informieren und spenden -Button klicken und los geht`s.

Jede Spende zählt!

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Bilder aus dem Projekt

Weiterführende Informationen


Zur aktuellen Situation der Schule “Caminhos do Saber” während der Corona – Krise in Brasilien

Die Lebenssituation in der Favela Vila Nova ist sehr kompliziert, da es nahezu unmöglich ist sich vor dem Virus zu schützen. Die Bewohner*Innen des Viertels sind jeden Tag voll in Bewegung, und sieht man nach wie vor viele Kinder auf der Straße spielen. Unsere Schule ist jedoch seit März 2020 für den Schulbetrieb geschlossen, und öffnen wir sie jedoch jeden Tag von 9.00 bis 13.00 Uhr, um den Eltern Unterrichtsmaterial für die Kinder auszugeben und ihnen ihre Zweifel & Ängste zu nehmen. 

Die Lehrer*Innen nehmen Unterrichtsvideos per whats app auf, und erteilen den Kindern so wöchentliche Hausaufgaben welche Sie mit Hilfe ihrer Schulhefte und Bücher erledigen können. Sie arbeiten meist von zu Hause aus, und kommen zweimal pro Woche in die Schule um die Hausaufgaben der Kinder zu korrigieren oder für Fragen der Eltern zur Verfügung zu stehen. Das Lernen von zu Hause aus ist für die Kinder nicht vergleichbar mit dem Lernen in der Schule. Es gibt auch viele Eltern die Schwierigkeiten haben das Lernmaterial zu verstehen (einige sind halb-analphabetisch), und können sie ihren Kindern nicht helfen. In diesem Fall bieten wir den Kindern die Möglichkeit in die Schule zu kommen, wo sie beim erfüllen der Aufgaben von den Lehrern unterstützt werden.

Wir haben wöchentlich Kontakt mit allen Eltern, da sie die Lernmaterialien für ihre Kinder in der Schule abholen und auch die erfüllten Hausaufgaben wieder in die Schule bringen müssen. Die Lehrer*Innen korrigieren und prüfen diese dann von der Schule aus.

Wir haben das Schuljahr am 27. Januar 2020 begonnen, wo sich zunächst alle Eltern mit den Lehrer*Innen jeder Klasse bekannt gemacht haben, und am 3 Februar 2020 hat für alle Schüler*Innen, darunter 66 neue, die Schule begonnen. Insgesamt hatten sich zu dem Zeitpunkt 320 Schüler an unserer Schule eingeschrieben, und haben sich aber 20 Schüler aufgrund dem Ausbruch der Pandemie wieder abgemeldet.

Es wurden in unserem Viertel COVID-Tests vorgenommen und sind viele Menschen positiv getestet worden, einschließlich Schüler und deren Familienmitglieder an unserer Schule. Einige der Familienmitglieder haben ihre Verwandte verloren, wir wissen von 3 Schülern unserer Schule, die ihre Onkel und Großeltern aufgrund einer Covid-19 Infektion verloren haben. Aber wir denken, dass trotz ihrer Anfälligkeit und den extrem schwierigen Lebensumständen, eine sehr gute Resistenz aufweisen und Antikörper entwickeln.

Ich kann sagen, dass wir sehr turbulente Zeiten durchmachen. In meinen 20 Jahren Berufstätigkeit habe ich so etwas noch nie gesehen. Ich arbeite jeden Tag in der Schule mit unserer jungen und engagierten Assistenz-Lehrerin Midian, es ist ziemlich beängstigend.

Was das Fußball-Projekt unserer Schule anbelangt, liegt alles still. Es gibt keine Trainings oder Wettkämpfe und wir warten ab, bis die Regierung uns eine Erlaubnis erteilt.

Als größte Herausforderung erlebe ich aktuell ohne die menschliche Wärme der Kinder in der Schule zu sein. Außerdem ist es schwierig alle Klassen zu bewerten und die Lehrer entsprechend anzuleiten, da wir uns mit jeder Videoeinheit neu erfinden müssen um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erregen, und sie Freude und Interesse daran haben sie zu anzusehen.

Verfasst von Luciana Smith, Verwaltungsmitarbeiterin und Gründerin der Schule „Caminhos do Saber“, Rio de Janeiro im Juni 2020

Wann der Ausnahmezustand in Rio de Janeiro ein Ende hat, ist noch relativ ungewiss, da Brasilien von der Ausbreitung des Covid19-Virus stark betroffen ist. Die Schule und Projektleitung des Fussballprojektes “Wege der Zukunft” berichtet Ourchild im August 2020 von einer zunehmend schwierigen sozialen und finanziellen Situation in der Favela. Viele Eltern der Kinder die dort zur Schule gehen, verdienen ihren Unterhalt als Strassenverkäufer und haben sie seit Monaten keine ausreichenden Einkünfte. Somit können und wollen Sie kein Schulgeld zahlen und haben einige ihre Kinder von der Schule abgemeldet. Die Schulleitung hat das Gehalt der Lehrer gekürzt um diese weiterhin bezahlen zu können. Die Schule ist betsrebt den Not-Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, wann das Fussballspielen wieder möglich ist bleibt bislang leider offen. Die Kinder und Jugendlichen können es kaum erwarten wieder ihrem geliebten Hobby nachzugehen!


Zur allgemeinen Situation:

In den Favelas der Großstädte geht nur jedes achte Kind zur Schule. Auch erschweren regelmäßige Lehrerstreiks in den öffentlichen Schulen zwecks Lohnerhöhung (oft einige Monate pro Jahr) den Schulbesuch. In dünn besiedelten Regionen liegen die Grundschulen häufig weit auseinander, weiterführende Schulen gibt es nur in den größeren Städten. Die einzelnen Schulen sind meist schlecht ausgestattet und baulich in keinem guten Zustand. An der Armut vieler Favela- und Landbewohner, die den Kauf der Schuluniform, von Büchern und Heften und das Fahrgeld unerschwinglich macht, scheitert ein Schulbesuch häufig.

Die meisten Schüler der Schule  „Caminhos do Saber – Wege zum Wissen“ lernen bereits in den ersten beiden Vorschulklassen lesen. Sie werden als erste und zweite Klasse bezeichnet. Die mit der deutschen Grundschule vergleichbare Ausbildung beginnt in Brasilien ab der dritten Klasse. Die Schüler der von uns unterstützten Schule kommen deshalb schon mit einem gewissen Lesevermögen in die Schule, während die Schüler der Staatsschule erst in der dritten Klasse lesen lernen.

Mit Hilfe der Ourchild-Spendengelder werden auch Speziallehrer beschäftigt, welche an zwei Tagen die Woche verschiedene zusätzliche Workshops anbieten: Ballett für die Mädchen, Judo und seit 2017 existiert ein erfolgreiches Fussballprojekt unter der Leitung der Schule. Daran nehmen  Jungen und Mädchen der Schule und aus dem ganzen Viertel teil und werden derzeit über 100 Kinder auf einem Gemeindeplatz erfolgreich trainiert. Diese Erfolge sind sehr wichtig für das Selbstvertrauen und Lernverhalten der Kinder. Wenn nach der Corona-Pandemie in Brasilien wieder der Schulbetrieb vollständig möglich ist, will die Schulleitung einen bereits von ihr genutzten, umzäunten Platz gegenüber der Schule erwerben. Dort soll ein geschützter, sicherer Spielplatz für die KINDER entstehen.

Ourchild e.V. steht in engem und regelmäßigen Kontakt zu der Ansprechpartnerin & Verwaltungsmitarbeiterin der Schule und kann somit auch eine bedarfsgerechte finanzielle Hilfe gewährleisten. Ihre Spenden kommen direkt in der Schule an und kommen allen Kindern zu Gute! 

Schenken Sie den Kindern der Schule „Caminhos do Saber“  eine selbstbestimmte Zukunft und spenden Sie einmalig oder regelmäßig in Form einer Projektpatenschaft oder einer Kind-Patenschaft! Ihre Spende kommt bei allen Kindern der Schule an – direkt und garantiert.

Als Projektpate erhalten Sie von uns einmal jährlich einen Projektbericht.

Als Kind-Pate erhalten Sie von uns einmal jährlich einen Entwicklungsbericht zu Ihrem Patenkind, sowie einen Brief und ein selbstgemaltes Bild des Kindes. Neuigkeiten zu diesem und anderen Projekten finden Sie auf unserem Blog.

Projektberichte 2016 – 2019: „Escola Comunitaria Caminhos do Saber“

Hier finden Sie detaillierte Projektberichte im PDF-Format. Um die zum Download angebotenen PDF-Dateien zu öffnen benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader.


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Eine regelmäßige Spende ist die nachhaltigste Art zu helfen und gibt dem Projekt die größte Sicherheit für seine Arbeit. Aber natürlich sind auch einmalige Spenden willkommen.

Neuigkeiten zu diesem und anderen Projekten finden Sie in unserem Blog.

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